Dienstag, 19. Februar 2013

sinnloser Ponyspam

Es gibt nichts sinnloseres, als niederzuschreiben oder überhaupt nur mitzuteilen, was ich in den nächsten Zeilen tippen werde. Warum? Naja.. weder wird dadurch etwas verbessert, noch wird es betreffende Menschen ändern. Vermutlich wird es nicht einmal jemanden zum Nachdenken anregen. Trotzdem wünschte ich, es wäre anders.
Mir ist schon klar, dass Tiere bzw. der Handel mit ihnen und dem, was sie zu geben haben unumgänglich ist. Ich bin ein sehr realistisch denkender Mensch. Auch verfüge ich über wirtschaftliches denken. Niemals bin ich (wie es eventuell für manche den Anschein haben mag) ein blauäugig, von rosa Wölkchen umgeben, durchs Leben hopsender Mensch.
Aber ich sehe es nunmal nicht gerne, wenn mit Tieren, die nunmal wie wir Menschen, Lebewesen sind, umgegangen wird, als wäre es schnöde Ware. Etwa ein Pappkarton. Zu viele Leute da draussen haben einfach zu wenig (oder überhaupt keine?) Sensibilität, was das Empfinden der Tiere angeht.
 
Würdet ihr zum Beispiel eure Schwester, Mutter oder Tochter ewig lange mit einem gebrochenen Bein, darauf stehend, in die Ecke verfrachten und ignorieren? Bzw. sagen, egal, ist ja nur Ware? Ich weiß, solche Vergleiche sind ebenso überflüssig, wie eben der Post hier, aber manchmal muss sowas sein.
Zwei Worte machen den Unterschied: Besitz und Verfügung. Ich besitze Tiere, ja. Aber kümmere ich mich auch darum und trage die Verantwortung dafür, dass es ihnen an nichts fehlt. Unwirtschaftlich? Absolut. Aber das ist der Punkt. Als privater Tierhalter darfst du über die Wirtschaftlichkeit dieser "Leidenschaft" nicht nachdenken. Golfspielen ist auch teuer (wieder ein unnützer Vergleich).
Als privater Tierhalter ist man nur dann blauäugig, wenn man denkt, man könnte aus den Tieren etwas erwirtschaften. So etwas rechnet sich nie. Ein Beispiel: Du hast eine Stute, lässt sie decken. Ja, jetzt bist du Züchter! Hammer, oder? Nur trägt deine Stute ein Jahr. Über diese Zeit (welche eine lange ist ^^) benötigt deine Stute Futter, Wasser, einen Einstellplatz und Auslauf (Die Kosten meiner Ponys habe ich ja schon mal offen gelegt). Ein Jahr ist vorbei, es ist vollbracht. Du hast ein Fohlen gezüchtet, welches nun munter auf der kostenintensiven Weide steht. Gemeinsam mit der Mutter natürlich ^^. Bis du dein Fohlen als Reitpferd verkaufen kannst, vergehen nochmal drei Jahre. In dieser Zeit fütterst du Fohlen und Stute, hast Tierarztkosten und so weiter. Das Anreiten des Jungpferdes kostet nochmal ne Stange Geld. Im Endeffekt kannst du dann aber froh sein, wenn du überhaupt Abnehmer findest bzw. diese dann genug dafür bezahlen, dass du die Erhaltungskosten der letzten Jahre wieder in der Kasse hast. Wow. Du bist Züchter ohne Geld. Ich hoffe, du hattest wenigstens Spaß an der Freude.
Abgeschweift, entschuldigt. Zurück zu Besitz und Verfügung. Ich also bin Pferdebesitzer. Trage Sorge und Verantwortung für meine Tiere. Andererseits haben wir den Verfüger. Zwar besitzt er Tiere, sieht seine Aufgabe aber eben darin, über diese zu Verfügen. Er kann quasi damit machen, was er will. Sie unterliegen seinen Wünschen. Ist also heute eines krank, liegt es in seiner Macht, entweder den Tierarzt zu rufen, oder sich für eine Schlachtung zu entscheiden. Er sagt, wann, ob und wieviel Futter und Wasser das Tier bekommt. Er entscheidet, ob es Bewegung bekommt, oder den Tag im dunklen Keller verbringt. Das ist ein Tier-Verfüger.
Und ich denke, Verfüger sind den Besitzern zahlenmäßig haushoch überlegen. Und wieder kommt mir der Gedanke, dass dem Menschen einfach Sensibilität fehlt. Sensibilität nicht nur seinen Mitmenschen gegenüber, aber absolut und noch viel mehr die Sensibilität für und Rücksicht auf das Tier. Dabei wäre es so einfach. Man muss Tiere nicht mal gerne haben oder verstehen. Allein die Gerechtigkeit ihnen gegenüber und die Rücksicht auf ein paar ihrer Bedürfnisse wären schon ein großer Schritt, bsolut wünschens- und lobenswert.
Ich weiß, ich kann nicht alle Tiere retten. Das aber ist auch nicht Sinn der Sache. Probleme müssen an deren Ursachen bekämpft werden. Das Tierleid ist leider aber nur das Ende einer viel zu langen Kette. Ich hoffe, irgendwann das erste Glied zu erreichen. Auch wenn es dann nur eines von wieder Unzähligen ist.
Sodala, Ende des sinnlosen Ponyspams. Und wenn sie nicht gestorben sind (was aber nun leider der Fall ist), so leben sie noch heute auf rosa Wölkchen, umgeben von Verfügern.



Liebe Grüße,

Tash

4 Kommentare:

  1. Dann bin ich quasi ein Frauenverfüger? Krass...

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  2. Die 4 Knubbel auf deinem Bild sind unglaublich süüüüüß <3

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  3. Huhu (:
    Ich habe dich für einen Award nomniert.
    http://sturmwindundfeenstaub.blogspot.de/2013/02/award.html

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  4. mich regst du immer zum nachdenken an :)

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